150 Kilometer vom chinesischen Festland entfernt, getrennt durch die Formosastraße, liegt auf einem Ring aus Feuer, die 36.000 Quadratkilometer große Insel Taiwan.
Die höchste Erhebung der Insel ist der Jadeberg mit 3.997 Metern. Er liegt im Zentralgebirge, das 60% der Insel ausmacht. Das im Norden der Insel beginnende subtropische Klima geht im Laufe von rund 380 Kilometern in südliche Richtung in tropisches Klima über.
Die heutigen Einwohner Taiwans können auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken
Lange vor der Verwaltung durch die chinesische Ming-Dynastie im 13. Jahrhundert, besiedelten Malayopolynesier die Insel – sie gelten als die Ureinwohner. Portugiesische Seefahrer gaben der Insel 1583 den Namen Formosa, was so viel heißt wie die schöne Insel. Im 16. Jahrhundert durchlebte die Insel die niederländische Kolonialisierung und die chinesische Qing Dynastie. Im beginnenden 19. Jahrhundert wurde Taiwan von den Japanern erobert, kolonialisiert und von China völlig losgelöst. Seit 1945 zu China gehörend, ist Taiwan heute nach Lage der Dinge ein unabhängiger Staat mit einer Wirtschaftskraft, die zu den mächtigsten der Welt zählt. Trotz allem wird Taiwans Souveränität nur noch von einer ganz geringen Zahl von Staaten anerkannt.
Prosperierender Tourismus und wirtschaftliche Stärke
Neben der Industrie, die 45 % des Prokopfeinkommens ausmacht, entfallen 55% auf Dienstleistungen, die sich im wesentlich im Tourismus wieder finden. Er spielt bei den 23 Millionen Inselbewohnern eine ganz besondere Rolle. Mit der Öffnung nach China vollzog sich in dieser Branche ein gewaltiger Aufschwung. Neben den bisher gestatteten Gruppenreisen sind nun auch Individualreisen aus China möglich. In den letzten drei Jahren wurden durch Gruppenreisen rund vier Milliarden US$ erwirtschaftet. Gewaltige Investitionen flossen in Hotels, Restaurants und Souvenirladen und werden in den nächsten zwei Jahren bis 2013 noch einmal rund zwei Milliarden EUR ausmachen.
Etwa eine dreiviertel Milliarde für Verbesserung der Infrastruktur, den Ausbau und die Erschließung von Sehenswürdigkeiten aufgewendet. Nicht zu unterschätzen ist der neu aufkommende Medizintourismus. Taiwan versteht es immer besser, die traditionelle heilende Kraft der chinesischen Medizin mit der Schulmedizin zu verbinden.
Tourismus und Ökologie
Naturschutz und Tourismus schließen einander in Taiwan nicht aus. Seit 1984 sind durch die Errichtung von 8 Nationalparks bisher etwa zehn Prozent der Landfläche unter Naturschutz gestellt.
Dazu zählen weiter 13 nationale Landschaftsschutzgebiete, die sich über die gesamte Insel erstrecken.
Die Attraktion des Yangmingshan-Nationalparks ist neben seinen heißen Quellen vulkanischen Ursprungs die Blütezeit der Azaleen und Kirschblumen.
Ein Paradies für Wassersportler, Taucher und Surfer ist der Kenting-Nationalpark. Angelegt auf der Halbinsel Hengchun tauchen Sie ein in eine bunte Artenvielfalt von Fauna und Flora.
Reich an Korallen und Tropenfischen bietet die Unterwasserwelt der Halbinsel ein unvergessenes Erlebnis.
Zu den großen Attraktionen des Taroko-Nationalparks zählen mit einer Höhe bis zu 500 Metern die Felswände der 20 Km langen Taroko Marmorschlucht. Dieser Park ist zugleich auch das Schutzgebiet der Ureinwohner der Insel, der Ami.
Die einzigen heißen Salzwasserquellen Taiwans befinden sich auf der Pazifikinsel Ludao. 33 Km östlich vor Taiwan liegend, wird sie auch Green Island genannt. Alljährlich findet die Feier der Thermalquellen und der kulinarischen Tradition von Taiwan vom Oktober bis Februar statt. Zeitgleich mit der besten Reisezeit, die wenig Niederschlag und milde Temperaturen verspricht. Die gefürchteten Taifune treffen von Juli bis September auf die Insel. Aber auch in dieser Zeit mahnt ein perfekt funktionierendes Frühwarnsystem rechtzeitig, entsprechende Vorkehrungen zu treffen.
Auch in puncto Kriminalität gilt ein Aufenthalt auf Taiwan auch für allein reisende in jeder Hinsicht als sicher.
Als deutscher Staatsbürger genießen Sie übrigens 90 Tage visafreien touristischen Aufenthalt.
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